Die 10 gröbsten Fehler bei der Web 2.0-Kommunikation

Das Social Media ist in unserer heutigen virtuellen Zeit nicht mehr weg zu denken. Die Mitgliederzahlen wachsen stetig, trotz – oder evtl gerade wegen – der immer wieder laut werdenden Kritiken an Sicherheit, Datenschutz und dem Preisgeben zu vieler privater Details. Aber das Web 2.0 ist nicht mehr aufzuhalten. Längst werden die diversen Plattformen nicht mehr nur von jungen Internetnutzern, die ihren "Freundeskreis" erweitern wollen, genutzt – immer mehr Firmen erkennen die Vorteile des Social Media Marketings und nutzen dieses, um ihren Namen, ihr Produkt, ihre Dienstleistung zu einer Marke zu machen.

Viele davon merken jedoch nach bereits kurzer Zeit, dass sie wohl irgendwelche Schritte nicht richtig handzuhaben scheinen, denn die Freundes- bzw. Followerliste wächst nicht an … die ersehnten Erfolge stellen sich nicht ein. Denn auch das Social Media Marketing muss richtig gehandhabt werden, gewisse Regeln sollten befolgt werden.

Die Social Media Expertin Claudia Hilker veröffentlichte auf dem Unternehmerportal business-wissen.de die 10 typischen Kardinalfehler beim Social Media Marketing, deren Berücksichtigungen schon den ersten Schritt zum erfolgreichen Marketing bedeuten würden:

1) Viele Unternehmen, gerade die klein- und mittelständischen, haben oftmals den Trend der Zeit noch nicht richtig für ihre eigene Branche erkannt und gehen somit das Social Media, wenn überhaupt, nur sehr zögerlich an – verpassen dadurch den Einstieg und verschaffen ihren Mitbewerbern nicht zu unterschätzende Wettbewerbsvorteile.

2) Mit der Einstellung "kann ja nicht so schwer sein" starten viele ziemlich plan- und ziellos in ihr Social Media Marketing. Learning by doing ist aber nicht wirklich in jedem Bereich sinnvoll anzuwenden. Um im Web 2.0 auch den erwünschten Erfolg zu erreichen, muss die Social Media Strategie genau geplant werden. Ziele und Zeitaufwand müssen definiert  und das entsprechende Know how sich angeeignet  – bzw. durch einen Fachmann realisiert werden.

3) Die Effektivität des Social Media verpufft recht schnell, wenn dieses nur von einer Abteilung gehandhabt wird. Daher sollte das Social Media Marketing am besten zentral von der Marketing-Abteilung gesteuert werden, welches die einzelnen Abteilungen der Firma mit einbezieht.

4) "Eine nicht aktuelle Homepage ist eine tote Homepage" … diese Wahrheit gilt natürlich auch für das Web 2.0. Einfach nur ein Profil in einer Social Media Präsenz einzurichten, reicht nicht aus. Für den Leser, Freund, Follower wird diese Präsenz nur interessant, wenn sie zum Leben erweckt wird … also aktuelle Infos in Form von Text, Bild, Videos, Audios uvm.

5) Das Social Media lebt von und v.a. durch die Kommunikation. Nur jene Firma, die auch offen nach aussen sich präsentiert, sich auf Gespräche und Diskussionen bzw. Kommentare einlässt, wirkt authentisch und vertrauensvoll.

6) Social Media Plattformen sind größtenteils kostenlos. Trotzdem muss für das Betreiben von erfolgreichem Social Media Marketing Geld in Hand genommen und in Mitarbeiter, professionellem Content oder auch Konzepte investiert werden. Jede Ressource muss richtig eingesetzt werden, um den erwünschten Erfolg erzielen zu können. "Geiz ist geil" ist hier fehl am Platz.

7) Eine Social Media Präsenz zu schaffen und dann nur Werbung in eigener Sache zu veranstalten, ist eine Einbahnstrasse. Der Weg zum "Unlike-Button" ist sehr kurz und mit nur einem Mausklick zu vollziehen. Der Dialog zur Zielgruppe muss gesucht werden, Zuhören ist angesagt.

8 ) Angst vor negativen Kommentaren oder schlechter Kritik? Eine Abmahnung oder auch der Rechtsweg ist hier sicherlich nicht geeignet. Erst das Gespräch, den Dialog, mit den Kritikern suchen und darüber versuchen, die Wogen zu glätten, die Meinungen ins Positive zu wandeln. Streitigkeiten in der Öffentlichkeit werfen nur ein schlechtes Licht auf den Unternehmer bzw. bringen die Fangemeinde sehr schnell gegen sich auf.

9) "Heute Tellerwäscher – morgen Millionär" – so geht es nicht im wirklichen Leben und natürlich auch nicht im Social Media. Ein wenig Geduld muss schon aufgebracht werden. Aber Geduld alleine ist es natürlich auch nicht. Kontinuität in der Erstellung von informativen Mitteilungen, Engagement sowie den durchdachten Plan einhalten – gegebenenfalls anpassen – sind die Grundvoraussetzungen für mittelfristigen Erfolg.

10) In der Social Media Präsenz des Unternehmens muss nichts Privates veröffentlicht, keine Geheimnisse kundgetan werden, jedoch Zugeknöpftheit bringt hier nicht den richtigen Erfolg. Zu suchen ist der offene Dialog auf Augenhöhe mit der jeweiligen Zielgruppe.

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