Die fünf Regeln der Social Media Etikette

Heute habe ich gelesen, dass sich eine Frau in Facebook negativ über ihre Schwiegertochter ausgelassen hat. Auch wenn die Schwiegertochter dies abgetan, bzw. auf die leichte Schulter genommen hat, war ich doch überrascht darüber, wie jemand ein Familienmitglied in der Öffentlichkeit derart diffamieren kann.

Die Londoner Familienkanzlei Bross Bennett in London warnt davor, zu welchen schädlichen Auswirkungen Äusserungen in der digitalen Kommunikation führen können, wenn diese falsch verwendet werden. Die Auswirkungen solcher Aussagen können weitreichender sein, als nur bis zum Empfänger einer Mail oder einer Online-Community – der Weg zum Gericht könnte sogar die Folge sein. Aufgrund negativer Blog-Posts reduzierte erst in dieser Wocher ein US-Gericht die Unterhaltszahlungen an eine Ex-Frau. Dies kann überall passieren, wo Nutzer von Social Media erst posten und dann denken. Einmal gepostet, ist die Nachricht öffentlich und für jeden einsehbar.

"Es ist absolut wichtig, dass jeder sich über mögliche Folgen klar wird, bevor er anfängt zu tippen und posten. Sie denken nicht darüber nach, was sie getan haben, und wir haben aus erster Hand die Erfahrung gemacht, wie schädlich das geschriebene Wort für einen vor Gericht werden kann", sagt Sharon Bennett. Immer wieder kommt es vor, dass z.B. gerade in Scheidungsprozessen die zerstrittenen Parteien sich aggressive Texte, Tweets oder Emails zusenden. Diese Menschen müssen erkennen, dass diese negativen Äusserungen nicht nur Benzin auf das zur Zeit hoch lodernde Feuer schütten, sondern in naher oder ferner Zukunft auch als schriftliche Beweismittel herangezogen werden können.

Jedoch, richtig eingesetzt, kann die moderne Technologie sehr hilfreich sein. Nehmen wir wieder das Beispiel von Scheidungspaaren zur Hand. Hier könnte das Verwenden von SMS oder eMails sogar zur Vermeidung von Konfrontationen während verbaler Gespräche, die oft emotional sind, führen. Die moderne Technik schenkt uns den Luxus "Zeit" – Zeit über eine Antwort nachzudenken, die Situation erstmal auf sich wirken zu lassen, die eigene Würde zu bewahren, da nicht emotional ein Wort das andere geben muss.

Hier die fünf Regeln der Social Media Etikette, um seine Gefühle und Äusserungen in Zaum zu halten:

  1. Warten Sie 24 Stunden bevor Sie etwas posten, dass Konfrontationen entzünden, bzw. als umstritten angesehen werden könnte. Nach diesen 24 Stunden ist es Ihnen möglich, Ihr Geschriebenes objektiv auf den Prüfstand zu stellen. Stellen Sie sich vor, was würde ein Dritter empfinden, wenn er diese Nachricht liest.
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  3. Vermeiden Sie auf aggressive Nachrichten direkt zu antworten, bzw. widerstehen Sie, ebenfalls eine aggressive Sprache anzuwenden. Reflektieren Sie Ihre Gefühle zumindest für 24 Stunden. Bringen Sie Ihre Gedanken zu Papier, und geben Sie sich 1-2 Tage mit der Antwort Zeit.
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  5. Geben Sie Ihre Aussage einer Person Ihres Vertrauens zu lesen. Diese Vertrauensperson kann Ihnen wertvolle und hilfreiche Hinweise geben und zum weiteren "giftige" Stacheln aus dem Text entfernen, welche Ihnen selbst evtl. gar nicht aufgefallen sind.
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  7. Veröffentlichen Sie nicht ständige Ihren Frust auf Facebook oder Twitter, wo es zu einer unkontrollierbaren Verteilung kommen könnte. Dies könnte sich schlussendlich sehr unvorteilhaft für Sie entwickeln, wenn es ein Richter zu Gesicht bekommt. Aber auch Ihre Kinder oder Ihre Familie könnte durch derartige Verbreitungsmassnahmen tief verletzt werden.
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  9. Gestalten Sie Ihre Korrespondenz "business-like" und bringen Sie Ihre Aussage auf den Punkt. Werden Sie nicht emotional. Es gibt bessere Möglichkeiten, die eigenen Gefühle zum Ausdruck zu bringen.

Betrachten Sie diese fünf Punkte der Social Media Etikette und werden Sie sich über Folgendes bewusst: Es ist gut zu warten und sich zu fragen, ob harte Worte am Ende helfen.


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Karin Schweighofer

 Karin Schweighofer

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