Wird die SEPA-Umstellung um 6 Monate verschoben?

Ja was für eine Freude. Erst machen sie uns alle verrückt und stressen uns mit ihrer SEPA (Single Euro Payment Area) – Umstellung, weil irgendwelche Theoretiker meinen, das Zahlungssystem müsse umgestellt und auf ein europäisches und bürokratisch einfaches Level (klar – die Eingabe einer 16stelligen Gläubigeridentifikationsnummer, sowie die 22stellige Zahlenreihe von IBAN und BIC ist sehr übersichtlich) gebracht werden … und nun wird vorgeschlagen, die gesamte Umstellung um 6 Monate – auf den 01.08.2014 – zu verschieben. 

Warum? Europaweit verweigern sich wohl Unternehmen dem Bürokratieaufwand, denn immerhin sollte bedacht werden, dass der polnische Dachdecker, der deutsche Elektroinstallateur, der griechische Gastwirt keine Sekretärin oder einen Sachbearbeiter zur Hand hat, welche/r ihm die administrative Arbeit abnimmt – ganz im Gegensatz zu den Beamten, die sich fern der Basis, das Konzept ausgedacht hatten.

Obwohl die EU-Kommission bislang immer kräftig verkündet hatte: es würde zu keiner Verlängerung der Umstellungsfrist kommen, rudert diese nun kräftig zurück und fordert eine Fristverlängerung zur Umstellung auf das neue SEPA-System, welche noch von den EU-Staaten und dem Europaparlament besiegelt werden muss.

Die Kreditinstitute reagieren mit Überraschung auf diese Fristverlängerung – hoffentlich bleibt das befürchtete Chaos durch die Nutzung beider Systeme aus. Laut Mitteilung des Bundesministeriums für Finanzen habe und werde sich die Bundesregierung weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass Deutschland die Umstellung zum 01.02.2014 schaffe, denn SEPA sei weiterhin ein „notwendiger und wichtiger Schritt für den gemeinsamen europäischen Binnenmarkt“. 

 

 

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